Vakuum-Hebetechniken als fester Bestandteil in einer industriellen Produktionsumgebung
Bei Pami in Pelt ist das Vakuumheben kein neues Kapitel, sondern die Fortsetzung einer langen Tradition. Das Unternehmen arbeitet bereits seit mehr als fünfzehn Jahren mit Hebehilfen. Als Pami bestimmte Arbeitsabläufe in Montage und Produktion neu überdachte, wurde die Zusammenarbeit mit Fleetwood Schritt für Schritt weiter ausgebaut.
Pami ist ein belgischer Hersteller und Ausstatter von Büroumgebungen. Design, Produktion und Logistik sind in Pelt zentralisiert. Das Unternehmen schafft inspirierende Arbeitsumgebungen und produziert eigene Büromöbel. Es kombiniert Standardlösungen mit maßgeschneiderten Lösungen aus eigener Fertigung. Wer Arbeitsplätze für andere entwirft, wirft automatisch auch einen Blick auf den eigenen Arbeitsplatz. Ergonomie ist daher in der Produktions- und Montagehalle tägliche Realität.
Als Han Burghouts, Leiter des Technischen Dienstes, bei Pami anfing, gab es bereits Vakuumsysteme. „Wir arbeiten hier schon seit mehr als fünfzehn Jahren mit Vakuum zum Heben“, sagt er. „Das ist für uns nichts Neues.“ Pami musste also nicht von der Leistungsfähigkeit und Flexibilität dieser Hebetechnik überzeugt werden. Die Frage war nur: Wo und wie können wir es besser machen?
Die kleine Bewegung, die schwer wurde
In der Montageabteilung werden Metallschränke verarbeitet, die bis zu 110 Kilogramm wiegen. Keine außergewöhnlichen Gewichte für eine industrielle Umgebung, aber doch repetitive Handgriffe.
Die Schränke werden zwischen Hubtisch, Rollenbahn und Arbeitsstation hin- und herbewegt. Die Entfernung ist gering. Oft handelt es sich um nicht mehr als die Breite des Schranks selbst. „Man muss immer dieses kleine Stück heben“, erklärt Han. „Und das spürt man. Nicht nur einmal, sondern jeden Tag aufs Neue.“
Die Arbeit wurde von einer Person erledigt. Technisch war das machbar. Aber Schultern und Rücken hatten stark zu leiden. Und je öfter man eine solche Bewegung wiederholt, desto größer ist die Belastung. An diesem Punkt wurde es logisch, die Sache anders anzugehen.
Ein gezielter Eingriff in ein bestehendes System
Die erste konkrete Zusammenarbeit mit Fleetwood drehte sich um einen Schwenkarm von Fezer mit einem angepassten Vakuum-Hebemodul. Kein separates Gerät, das einfach so hinzugefügt wurde, sondern eine Lösung, die auf die spezifischen Schrankmaße, das Gewicht und die Art und Weise, wie Pami die Montage organisiert, abgestimmt ist.
Der Arm ermöglicht es, einen Schrank kontrolliert aufzunehmen, zu drehen und exakt zu positionieren, ohne dass eine physische Zwischenbewegung erforderlich ist. Wo früher noch korrigiert und nachgehoben werden musste, geschieht dies nun in einem einzigen flüssigen Arbeitsgang. „Die schwere Arbeit an diesem Arbeitsplatz ist dadurch eigentlich komplett verschwunden“, sagt Han. Fleetwood hat bei der richtigen Höhe, der Reichweite und den Drehbewegungen des Hebegeräts mitgedacht. Alles wurde modular aufgebaut, sodass spätere Anpassungen möglich bleiben. Die Installation erfolgte durch den eigenen technischen Dienst von Pami. Fleetwood konzentrierte sich auf die technische Ausarbeitung und Abstimmung der richtigen Konfiguration.
Gebaut, um sich weiterzuentwickeln
Das Besondere an dieser Investition ist, dass sie nicht auf eine einzige Konfiguration festgelegt ist. Der Aufbau ist modular, was bedeutet, dass Komponenten angepasst oder erweitert werden können, wenn sich Prozesse ändern. Heute hebt das System Metallschränke in einer bestimmten Anordnung. Morgen kann dieselbe Grundstruktur überarbeitet werden, wenn sich Arbeitshöhen ändern oder Arbeitsplätze verlagern. Diese Anpassungsfähigkeit passt zu einer Produktionsumgebung, in der Maßarbeit die Norm ist. Es wird nicht in eine Anlage für einen einzigen Arbeitsgang investiert, sondern in ein System, das sich an die Gegebenheiten vor Ort anpasst.
Flexibilität in der Montage- und Sonderanfertigungsabteilung
Auch in anderen Bereichen der Produktion wurde geprüft, wie Vakuum-Hebetechniken zu einem effizienteren, ergonomischen Arbeitsablauf beitragen können. In der Montage- und Sonderanfertigungsabteilung werden unterschiedlichste Materialien verarbeitet. Von Stahl bis Holz, und oft in wechselnden Formen und Abmessungen.
Dort ermöglicht ein Vakuumsystem in Brückenanordnung das kontrollierte Bewegen von Elementen zwischen den Arbeitsstationen. „Das System ist flexibel“, erzählt Han. „Wir machen alles Mögliche damit. Genau das ist der Vorteil.“ Da Pami viel Sonderanfertigungen produziert, ist Standardisierung nicht immer selbstverständlich. „Dieses Gerät muss so gut wie alles heben können.“
Zuverlässigkeit als Grundvoraussetzung
In einer industriellen Umgebung ist Vertrauen entscheidend. Eine Hebehilfe muss nicht nur ergonomisch, sondern auch stabil und sicher sein. „Wir haben eigentlich noch nie erlebt, dass etwas heruntergefallen ist“, sagt Han. Wenn sich Arbeitsplätze verändern oder Prozesse verschieben, betrachtet Pami dies automatisch aus ergonomischer Sicht. „Ergonomie ist hier ein wichtiger Aspekt“, bestätigt Han. „Wenn wir etwas anpassen, denken wir immer daran.“
Schritt für Schritt weiterbauen
Die Zusammenarbeit zwischen Fleetwood und Pami zeigt, wie ein Industriehersteller Ergonomie nicht als einmaliges Projekt, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrachtet. Pami arbeitet ständig mit gezielten Verbesserungen, durchdachten Entscheidungen und flexiblen Systemen, die mit dem Unternehmen mitwachsen. Fleetwood schließt sich dem als mitdenkender Partner an: technisch fundiert, modular und auf die Praxis in der Halle abgestimmt.